Gedenktafel Gabriele Reuter. Soroptimist Club Weimar unterstützt Erinnerung an die große Schriftstellerin

Am 29 Februar 2018 wurde  eine Gedenktafel für die Schriftstellerin Gabriele Reuter am Haus in der Weimarer Freiherr-vom-Stein-Allee 5 enthüllt. In diesem Haus lebte Gabriele Reuter, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine der meistgelesenen Autorinnen Deutschlands war, von 1929 bis 1939.

Zur feierlichen Enthüllung der Gedenktafel luden der Thüringer Literaturrat e.V. und das Verlagshaus Römerweg in Wiesbaden ein. Ebenso nahmen Nachfahren von Gabriele Reuter an der Feier teil. Für sie sprach Jens-Peter Husemann aus Bocholt . Dr. Annette Seemann, die mit ihrer Biographie „Gabriele Reuter. Leben und Werk einer geborenen Schriftstellerin (1859-1941)“ 2016 einen der wichtigsten Beiträge zur aktuellen Reuter-Forschung vorlegte, führte in Leben und Werk Gabriele Reuters ein.
Als Service-Club für Frauen unterstützte der Soroptimist Club Weimar voller Freude finanziell und ideell die Anbringung der Gedenktafel für Gabriele Reuter. Als „Dichterin der weiblichen Seele“ war sie in Ihrer Zeit federführend für die Thematisierung des Geschlechter- und Generationenkonflikts. Sie erreichte eine breite Masse an LeserInnen und bewirkte, beispielsweise mit ihrem Buch „Aus guter Familie“, 1895, dass über die mangelnde Bildung von Mädchen neu diskutiert wurde. Dieser Roman machte sie schlagartig in ganz Deutschland berühmt. Die Anliegen und das literarische Erbe der heute fast vergessenen Schriftstellerin sind heute noch hoch aktuell. 

Gabriele Reuter in Weimar
Nachdem sie ab 1875 mehrfach Verwandte in Weimar besucht hatte, zog Gabriele Reuter 1882 hierher, um in der Wilhelmsallee 4 (heute: Leibniz-Allee 4) zu wohnen. Nach Aufenthalten in Berlin und München kehrte sie 1891 nach Weimar zurück. Nach Stationen in München und Berlin zog sie 1929 erneut nach Weimar. 
Ihre häufigen Aufenthalte in der Stadt, während derer eine Reihe ihrer wichtigsten Bücher entstand, machen Gabriele Reuter zu einer wichtigen Persönlichkeit der Weimarer Stadtgeschichte. Darüber hinaus verweist Gabriele Reuter mit ihrem Wirken auf die vielfältigen Bezüge der Stadt zur deutschen Literatur- und Kulturgeschichte. Aus diesem Anlass entstand die Idee, die Schriftstellerin an einer ihrer wichtigsten Weimarer Wirkungsstätten zu ehren.

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